Exkursion des S1-Reli-Profils zur Universität Hamburg am 29.11.2018

Heute waren wir, das S1-Religions-Profil, bei einer Veranstaltung an der Universität Hamburg zur Frage: „Hamburger Religionsunterricht – wohin?“ Die Hauptfrage dazu war: „Wie dialogisch ist der Religionsunterricht für alle?“ Prof. Knauth, welcher den Hauptvortrag hielt, vertrat die These, dass die Profilmerkmale des bisherigen Religionsunterrichts für alle (kurz: „RUfa“) erhalten werden sollten. Er sprach sich gegen die geplanten sogenannten religionsspezifischen Phasen aus, in welchen die Schüler und Schülerinnen in ihrer eigenen Religion unterrichtet werden sollen. Dies widerspricht seiner Auffassung nach dem dialogorientierten Prinzip des RUfa. Außerdem sei es auch kaum praktikabel, wenn man an die kleineren Religionsgemeinschaften denkt.

Auch die Diskutant/inn/en wiesen auf zahlreiche positive Entwicklungen hin, z.B. dass es neben der Ausbildung evangelischer und katholischer Lehrer/innen nun auch Ausbildung muslimischer und alevitischer Lehrkräfte an der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg (Sek II fehlt allerdings noch) gibt und damit die Stärkung der muslimischen und alevitischen Identität durch eigene Studiengänge und Professuren.

Kritisch angemerkt wurde, dass mache Religionen (bspw. der Buddhismus) nicht mehr gleichberechtigt partizipieren und dass ein Alternativfach zu Religion für die ersten bis sechsten Klassen fehlt.

Die Frage wie der Religionsunterricht für alle in Hamburg in Zukunft aussehen soll ist sehr wichtig, weshalb wir uns in den nächsten Stunden im Unterricht im Rahmen des Themas „Politik und Religion“ weiter damit auseinandersetzen werden. Bei allen Differenzen sollte man unseres Erachtens die positiven Aspekte in den Vordergrund stellen, dass sich die Schüler/innen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen gemeinsam mit religiösen und ethischen Fragen auseinandersetzen.

Aleyna, Ilayda und Müzeyyen (S1-Reli-Profil)