Exkursion des Reli-Profils zur Hauptkirche St. Katharinen

Das Religionsprofil besuchte am Profiltag die evangelisch-lutherische St.Katharinen Kirche am Katharinenkirchhof. Vor dem Eingang haben uns zwei nette Damen empfangen. Als wir vor der Kirche standen, sah man die Statue der heiligen Katharina, nach der die Kirche benannt wurde. Man bezeichnete sie als eine sehr gebildete Frau, was zur damaligen Zeit selten war, eine Frau, die lesen konnte und sich mit Gelehrten unterhalten konnte. Sie hieß ursprünglich Katharina von Alexandrien und der Legende nach war sie eine junge Prinzessin aus Zypern, die während der Christenverfolgungen stark an ihrem Glauben festhielt, sich treu blieb und sich gegen die Autoritäten des römischen Staatsglaubens aufgelehnt hat. Der römische Kaiser Maxentius gab ihr die Wahl neben ihm als Kaiserin zu herrschen, doch sie lehnte ab, woraufhin er seine 50 weisesten Männer schickte, um sie doch dazu zu bringen und zu überzeugen. Jedoch ließen sich die Männer von dem Gott, von dem sie sprach, überzeugen. Dadurch, dass sie den christlichen Glauben verbreitet hat und Menschen von Gottes Liebe und Kraft immer mehr überzeugt wurden, hat der Kaiser Maxentius sie aufs Rad spannen und foltern lassen, wo sie auch starb.

Die Kirche wurde ursprünglich auf einer Elbinsel erbaut, die allererste Kirche wurde bereits 1250 erbaut, sie war im Vergleich zur heutigen Größe ziemlich klein. Die Kirche wurde 100 Jahre später erweitert, es wurden mehrere Elemente hinzugefügt. Wir haben uns die Kirche zunächst von außen angeschaut. Was besonders auffällt, ist ein Element an der Spitze der Kirche, die Krone der Katharina, die vier Meter groß ist. Außerdem waren die Buchstaben „D,E,O“ zu erkennen (Latein für Gott). Wenn man um die Kirche herumgeht, sieht man, dass da „Soli deo gloria“ steht, was „Gott allein die Ehre“ bedeutet. Die beiden Kirchenpädagoginnen erklärten uns, dass die hohen Türme in den Kirchen gebaut wurden, um näher bei Gott zu sein. Außerdem befand sich oben normalerweise der Glöckner; seine Aufgabe war es auch, darauf zu achten, was um die Kirche herum passiert, u.a. aufgrund des Hamburger Brandes. Die St.Katharinen-Kirche war auch davon betroffen und wurde beschädigt, ist aber glücklicherweise nicht abgebrannt. Die Kirche ist im Stil der Gotik erbaut.

Danach sind wir in die Kirche hinein gegangen und waren einen Moment lang in einem Raum, der als Eingang bezeichnet wird, jedoch nicht so aussieht. Der Raum ähnelt von innen einem Kulturhaus. Hier befindet sich u.a. eine Tafel zum Gedenken an die 80 Toten beim Untergang eines Segelschulschiffes im Jahre 1957; darüber ist ein Albatros mit ausgebreiteten Flügeln, das Symbol der Kap Horn-Umsegler.

In der eigentlichen Kirche wurden wir in Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe hat ein Bild mit verschiedenen Zeichnungen und Figuren, die wir in der Kirche finden sollten, bekommen. Dazu gab es verschiedene Fragen zu beantworten. Als nächstes sind wir in den Altarraum gegangen; früher war es gar nicht so einfach diesen Raum einfach so zu betreten. Der Raum war eigentlich nur Priestern bzw. Pastoren vorbehalten. Auf diesem Altar ist die Auferstehung Jesu zu erkennen. In der Mitte des Altars, der eine Kreuzform hat, kann man ein Fest erkennen: Pfingsten. In der Bibel heißt es, dass die Apostel von Jesus den Geist empfangen haben. Ganz unten in der Mitte des Altars sieht man Adam und Eva, die aus dem Paradies gehen und eine Schlange um den verbotenen Baum. Man kann erkennen, dass das Paradies dargestellt werden sollte, da dort ein Löwe und ein Schaf zu erkennen sind, denn man glaubte daran, dass es im Paradies Frieden auch zwischen den Tieren gibt. Die zweite Gruppe hat die vier Evangelisten Markus, Lukas, Matthäus und Johannes vorgestellt. Es wurden den Evangelisten Lebewesen zugeordnet: Markus ein Löwe, Lukas ein Stier, Matthäus ein Mensch und Johannes ein Adler. Die dritte Gruppe hat erkannt, dass ihr Bild die Taufe Jesu symbolisiert. Die Taufe wird als Eingliederung in die Gemeinschaft betrachtet. Dazu erkennt man noch die Geschichte von Adam und Eva, wo sie das Gebot Gottes übertraten, indem sie vom verbotenen Baum aßen. Die letzte Gruppe hat die Figuren vorgestellt, die direkt an der Tür des Eingangs zu erkennen sind. Dort wird Jesus gekreuzigt und das Volk hat zu dieser Verurteilung beigetragen. Außerdem sieht man darüber die Tore des himmlischen Jerusalems und das Christuslamm.

Danach hatten wir die Möglichkeit eine Kerze anzuzünden, ein Ausdruck dafür, dass man an jemanden denkt. Sie kann angezündet werden, wenn jemand krank ist oder wenn man sich etwas wünschen möchte. Während man die Kerze anzündet, ist man mit seinen Gedanken allein. Zum Schluss sind wir mit einer Kirchenführerin auf den Turm gestiegen und haben u.a. im Vorbeigehen die Glocken gesehen. Als wir ganz oben an der Spitze waren, haben wir die Glocken gehört. Von dort oben hat man einen guten Ausblick über Hamburg.

Ich fand den Rundgang ziemlich spannend und fand es besonders interessant, dass die Kirche innen überall nach verschiedenen Geschichten gestaltet ist und dass die beiden Damen uns viele interessante Dinge erläutert haben.

Gabriela Kisheva, 13d (Reli-Profil)