Exkursion des Reli-Profils S1 zum tibetischen Tempel

Das S1-Religionsprofil besuchte am Wandertag das tibetische Zentrum. Wir wurden freundlich begrüßt und dann in den buddhistischen Tempelraum geführt. Der Tempel ist geprägt von vielen bunten und lebensfrohen Farben, was eine der Traditionen des tibetischen Buddhismus ist. An den Wänden hängen Bilder sowie Figuren von verschiedenen buddhistischen Buddhas, welche interessant anzuschauen waren, da sie sich durchaus unterscheiden. Dazu besitzt der Tempel alte buddhistische Schriften, neben Büchern auch Blattsammlungen, die uns auch gezeigt wurden.

Die freundliche Frau, die uns im Tempel betreute, erzählte uns auch etwas über die Grundlagen und den Ursprung des Buddhismus. Sie erzählte uns die Geschichte von Siddhartha Gautama, den historischen Buddha, der als Sohn eines Königs von allem Übel der Welt abgeschirmt worden war. Nach der Legende lernte er bei vier Ausfahrten die negativen Seiten des Lebens kennen und stellte sich die Frage, ob man überhaupt jemals dauerhaft glücklich sein kann. Er verließ seinen Palast verlassen, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Die Buddhistin erzählte uns, dass er zu der Erkenntnis kam, der Mensch sei von seinem Bedürfnissen und Ablehnungen geprägt. Die Bedürfnisse seien nicht das, was uns glücklich macht, sondern sich selbst zu finden sei aus buddhistischer Sicht wichtig. Einer der wichtigsten Aspekte des Buddhismus ist es daher sich selbst und keinem anderen Schaden zuzufügen.

Nach dem Gedanken vom Karma habe jede unserer Handlungen eine negative bzw. positive Folge. Diese Folgen können sich in einer höheren oder niedrigeren Wiedergeburt zeigen. Aus buddhistischer Sicht wird man immer wieder in ein neues Leben geboren, wobei der Geist der gleiche bleibt, bis man es eventuell ins Nirwana schafft. Wenn man im jetzigen Leben ein schlechter Mensch ist, wird man im nächsten Leben aufgrund des positiven oder negativen Karmas z.B. als ein Tier wieder geboren.

Das Nirwana ist im Buddhismus sozusagen dieEndstufe der religiösen Entwicklung. Dieses erreiche man dadurch, seinen Geist, das Bewusstsein zu Liebe und Mitgefühl zu bringen. Wenn man diese Stufe erreicht hat, könne man sich entscheiden in das Nirwana zugehen oder weiter auf der Welt als Bodhisattva zum Wohle der Menschheit zu leben.

Zum Schluss unserer Exkursion beantwortete die Buddhistin uns noch zahlreiche Fragen.

Drita Demiri & Mehak Dar, 12d (Reli-Profil)