Archiv der Kategorie: aktuelles

aktuelle News aus dem Schulleben

Exkursion der Chemiekurse zur Uni Hamburg

Am 15.01.2020 hatten die Chemiekurse der Jahrgänge S1 und S3 einen Ausflug an die Uni Hamburg, ins Institut für Chemie und Pharmazie, am Martin-Luther-King-Platz 6. Die Exkursion wurde von der Fachkraft Frau Baumann begleitet und geleitet. Der Vortrag „Naturstoffe aus Naturstoffen“ wurde vorgetragen von dem bekannten Prof. Dr. Christian B. W. Stark, mit dem Ziel den Studierenden aber auch den interessierten Schülern das Thema näher zu bringen.

Es wird aktuell an einer nachhaltigen Synthesechemie geforscht. Das Ziel ist es, die Umweltbelastung zu beseitigen und Abfallstoffe wiederzuverwerten. Dabei sollen die Rohstoffe für Duftstoffe und Medizinprodukte nicht mehr aus Erdöl stammen. Erdöl ist jetzt ein großes Thema und wird in der Zukunft noch größer. Das hat den Grund, dass die Nachfrage nach Erdöl steigt und es immer weniger Erdöl gibt. Algen könnten eine Lösung sein, um Rohstoffe zu gewinnen. Die so hergestellten Naturstoffe lassen sich daran erkennen, dass sie aus natürlichen, regenerierbaren Ressourcen hergestellt werden (Pflanzen, Bakterien, Pilze oder marine Organismen).

Was uns alle besonders fasziniert hat ist, dass es so viele Naturstoffe gibt und dass es auch Tiere gibt, die Naturstoffe produzieren. Pflanzen stellen zum Beispiel aus Luft Traubenzucker her. Die Biotechnologie kann aus Traubenzucker Vitamin C herstellen, was wichtig für unsere Ernährung ist. Auch Bakterien und Pilze produzieren wichtige Stoffe für die Medizin. Beispielsweise wurde erwähnt, dass bestimmte Bakterien, die nützlich dafür sein könnten, ganz tief im Meeresboden wachsen. Sie stellen Heronapyrrol her, was antibakteriell gegen bestimmte Erreger ist. Unser Eindruck von der Vorlesung war, dass sie sich vom Schulunterricht unterscheidet, denn im Gegensatz zur Schule gibt es bei Vorlesungen keine Fragen an die Studierenden oder Aufforderungen, wie z.B. mitzuschreiben. Hier ist alles selbstständiger. Die Präsentation war gut vorbereitet und abwechslungsreich, jedoch wäre es besser gewesen, wenn sie die Präsentation auf Deutsch geschrieben und das Thema nicht so ausführlich behandelt hätten. Im Großen und Ganzen finden wir den Besuch der Universität aber gut.

Eduard, Maryam, Gabriela, Stefanie, Timon (S3) und Okan (S1)

Exkursion des Reli-Profils zur Uni-Vorlesung „Theologie interreligiös und dialogisch“


Zwei christliche
Theologen, Prof. Dr. Reinhold Bernhardt und Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel, sowieeine buddhistische Theologin, Gastprofessorin Dr. Carola Roloff, haben uns jeweils über ihren neuesten Ansatz zur Sichtweise auf andere Religionen berichtet. Die abendliche Veranstaltung wurde von der Akademie der Weltreligionen (AWR) an der Uni Hamburg organisiert und vom Gründer der AWR, Prof. Dr. Wolfram Weiße, moderiert.

Bernhardt stellte drei verschiedene Sichtweisen auf andere Religionen dar. Die erste Sicht war der Exklusivismus, d.h. Religion wird als Abgrenzung interpretiert. Gemeint damit ist, dass man das Wesen des Glaubens als Gewissheit bestimmt und es danachkaum Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen gibt. Man erhebt einen Anspruch auf Exklusivität, Universalität und absolute Wahrheit. Außerdem hat er noch gesagt, dass aus exklusivistisch-christlicherSicht niemand zu Gott kommt, der sich nicht zuChristus bekehrt; würde es Christus nicht gebenkönne keiner zu Gott kommen.

Als zweite Sichtweise in Bezug auf andere Religionen stellte Bernhardt den Inklusivismus aus Gegenseitigkeit vor, ein Modell, das er selbst vertritt. Die pluralistische Position Schmidt-Leukels lehnt Bernhardt ab, da es nicht zuerst darum ginge, nach Gemeinsamkeiten zu suchen oder gar von vornherein zu behaupten. Er denkt auch, dass Schmidt-Leukels Position unrealistisch ist, da alle Religionen möglicherweise so etwas wie einen Absolutheitsanspruch (auf Exklusivität, Alleinwahrheit, Finalität) vertreten. Er möchte deshalb erstens nach Ansätzen in der eigenen Religion suchen, die Wertschätzung blockieren und zweitens nach Ansätzen, die eine interreligiöse Theologie möglich machen. Bernhardt sagte, dass die transzendente Wirklichkeit größer sei als die Wahrheit einer Religion, was aber nicht heiße, dass alle Religionen gleichwertig seien. Er sieht den Glauben als persönliche Gewissheit (Beziehungswahrheit, nicht Sachwahrheit) und will ihn nicht verallgemeinern.

Der zweite Beitrag wurde von dem Theologen und Religionswissenschaftler Schmidt-Leukel gehalten, der die von Bernhardt kritisierte pluralistische Religionstheologie vertritt. Er vertritt die Auffassung, dass eine interreligiöse pluralistische Theologie möglich ist, da das Auftreten der Wahrheit in unterschiedlicher vielfältiger Gestalt voraussetzt, dass sich die Religionen nicht widersprechen müssen, aber komplex unterscheiden können, und dass Vielfalt substantiell miteinander vereinbar sein kann, zumal es Unterschiede ja auch innerhalb jeder Religion gebe. Er denkt, dass man die pluralistische Position der Idee der Gleichwertigkeit in Vielfalt nur anhand der eigenen Religion formulieren kann und dass es Pluralismus in allen Religionen gibt. Er sieht die interreligiöse Theologie als den Beginn einer neuen Theologie und sagt, dass man die pluralistische Position unterschiedlich formulieren kann. Wenn man interreligiöse Theologie als wahr und glaubwürdig darstellen möchte, sei vorauszusetzen, dass man Kernaussagen der religiösen Bekenntnisse und Verständnisse miteinander in Bezug setzt. Er hat sich darauf bezogen, ob Teile der Religionen komplementär sind oder sie sich widersprechen. Er ist der Meinung, dass man sich wichtige Personen der Religionen angucken muss, wie z.B. Buddha und Mohamed, und dann schaut, ob sie komplementär sind. Dabei solle man nicht nur auf Unterschiede gucken, da diese ja trotzdem miteinander vereinbar sein können. Er möchte, dass die interreligiöse Theologie in jeder Religion betrieben wird.

Das dritte Statement wurde von der feministischen buddhistischen Theologin Roloff gehalten, die der Meinung ist, dass die Religionen Offenheit beinhalten. Sie hat sich insbesondere gefragt, in welcher Weise das Geschlecht für eine dialogische Theologie wichtig sein kann. Ihre Antwort darauf ist, dass  feministisch denkende Menschen bei einem Dialog, auch auf wissenschaftlicher Ebene, auf die feministische Perspektive eingehen können. Das Ziel ist die Veränderung, Erweiterung bzw.Transformation des eigenen theologischen Standpunktes, um ein kritisch wertendes Arbeiten zu erreichen. Ihr geht es auch um die Geschlechtergerechtigkeit in allen Religionen, da Frauen in der Regel unterpräsentiert sind. Roloffsagte auch, dass religionsbezogenene Studien durch die Macht männlicher Dominanz, welche religiöse Aussagen präge, stark verzerrt sind. Aus Roloffs Sicht sollte man immer verschiedene Perspektiven in den Blick nehmen. Sie ist der Auffassung, dass die Gender-Thematik in allen Religionen in allen Fragen miteinbezogen werden sollte. Nur so sei Freiheit erreichbar und der Glaube könne offen praktiziert werden. Es reiche aber nicht, „wenn eine Frau mit am Tisch sitzt“. Die Solidarität ist eine gemeinsameForderung, die zu einem Prozess führt, dass Religionen auch im 21. Jahrhundert relevant bleiben. Zum Schluss vertrat sie den Standpunkt, dass sich Religionen nicht an das Grundgesetz halten, wennz.B. Frauen keine katholischen Priester werden können.

Nach einer anschließenden Antwortrunde von drei anderen Theolog/inn/en sowie kurzen Reaktionen der Hauptredner/innen gab es auch für das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Despina und Aleyna (Reli-Profil, 12d)

Exkursion des Reli-Profils S1 zum tibetischen Tempel

Das S1-Religionsprofil besuchte am Wandertag das tibetische Zentrum. Wir wurden freundlich begrüßt und dann in den buddhistischen Tempelraum geführt. Der Tempel ist geprägt von vielen bunten und lebensfrohen Farben, was eine der Traditionen des tibetischen Buddhismus ist. An den Wänden hängen Bilder sowie Figuren von verschiedenen buddhistischen Buddhas, welche interessant anzuschauen waren, da sie sich durchaus unterscheiden. Dazu besitzt der Tempel alte buddhistische Schriften, neben Büchern auch Blattsammlungen, die uns auch gezeigt wurden.

Die freundliche Frau, die uns im Tempel betreute, erzählte uns auch etwas über die Grundlagen und den Ursprung des Buddhismus. Sie erzählte uns die Geschichte von Siddhartha Gautama, den historischen Buddha, der als Sohn eines Königs von allem Übel der Welt abgeschirmt worden war. Nach der Legende lernte er bei vier Ausfahrten die negativen Seiten des Lebens kennen und stellte sich die Frage, ob man überhaupt jemals dauerhaft glücklich sein kann. Er verließ seinen Palast verlassen, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Die Buddhistin erzählte uns, dass er zu der Erkenntnis kam, der Mensch sei von seinem Bedürfnissen und Ablehnungen geprägt. Die Bedürfnisse seien nicht das, was uns glücklich macht, sondern sich selbst zu finden sei aus buddhistischer Sicht wichtig. Einer der wichtigsten Aspekte des Buddhismus ist es daher sich selbst und keinem anderen Schaden zuzufügen.

Nach dem Gedanken vom Karma habe jede unserer Handlungen eine negative bzw. positive Folge. Diese Folgen können sich in einer höheren oder niedrigeren Wiedergeburt zeigen. Aus buddhistischer Sicht wird man immer wieder in ein neues Leben geboren, wobei der Geist der gleiche bleibt, bis man es eventuell ins Nirwana schafft. Wenn man im jetzigen Leben ein schlechter Mensch ist, wird man im nächsten Leben aufgrund des positiven oder negativen Karmas z.B. als ein Tier wieder geboren.

Das Nirwana ist im Buddhismus sozusagen dieEndstufe der religiösen Entwicklung. Dieses erreiche man dadurch, seinen Geist, das Bewusstsein zu Liebe und Mitgefühl zu bringen. Wenn man diese Stufe erreicht hat, könne man sich entscheiden in das Nirwana zugehen oder weiter auf der Welt als Bodhisattva zum Wohle der Menschheit zu leben.

Zum Schluss unserer Exkursion beantwortete die Buddhistin uns noch zahlreiche Fragen.

Drita Demiri & Mehak Dar, 12d (Reli-Profil)

Das Integrationsprojekt des NABU an der Lessing-Stadtteilschule

Nach dem erfolgreichen Start der Kooperation zwischen dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Lessing-Stadtteilschule im Schuljahr 2018/19 wurde das Integrationsprojekt auch in diesem Schuljahr 2019/20 fortgeführt. Im November und Dezember kam mit Herrn Massimo Ardente ein erfahrener Natur- und Umweltpädagoge einmal die Woche an unsere Schule, um mit den internationalen Vorbereitungsklassen (IVK 5/6 und IVK 7/8) auf Entdeckungsreise zu gehen. Warme Kleidung an diesen Tagen war besonders wichtig, da es bei fast jedem Wetter hinaus in den angrenzenden Park ging. Dort wurden den Schülerinnen und Schülern verschiedene Aufgaben gestellt. Einmal sollten sie Gegenstände mit bestimmten Eigenschaften (z.B.: etwas Spitzes, etwas Weiches, etwas Glattes etc.) finden, ein anderes Mal sollten sie genau beobachten und die Wäscheklammern und Schnüre, die auf einem Pfad in den Ästen versteckt waren, zählen. Handwerkliche Fähigkeiten waren beim Vorgelhausbau und dem Aufhängen der Häuser auf den Grünanlagen der Schule gefragt. Die Klassen IVK 5/6 und 7/8 danken Herrn Ardente und dem NABU für die tolle Zusammenarbeit und freuen sich auf ein Wiedersehen im Sommer!

Chemie in der Küche

Am 16. und 17. Dezember 2019 durften die S1- und S3-Kurse Chemie ihr theoretisch erarbeitetes Fachwissen im Themenbereich „Ernährung und Gesundheit“ im Alltag anwenden.

So machten wir uns u.a. die wasserbindenden Eigenschaften des Proteins Gelatine zunutze, um Fruchtgummis aus Fruchtsäften herzustellen.

Die Süßkraft und Wasserlöslichkeit von Zuckern (Kohlenhydraten) wurden beim Backen von Keksen ebenso genutzt, wie ihre Eigenschaft zu bräunen (Maillard-Reaktion). Die Klebwirkung des Weizenproteins Gluten konnte ebenso wie die Denaturierung (Zerstörung) von Eiweißen beobachtet werden. Das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen.

Alles ist Chemie!

Bilder von Marija M., Edwin H., Bellal A. und Jiyan D. (S1)
Weitere Bilder und Text von Frau Baumann

Mathe-Tag 2019 im MINTarium

Am 9. Dezember 2019 fand der diesjährige Mathe-Tag der Lessing-Stadtteilschule im MINTarium Erlebnis Labor Hamburg statt.

In der Mitmach-Mathematik-Ausstellung hatten unsere Studienstufen-Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, verschiedene mathematische Phänomene zu visualisieren und sich diverse mathematische Themen wie funktionale Zusammenhänge, Satz des Pythagoras und vieles mehr zu erschließen.

Im Folgenden Videoimpressionen von der Ausstellung.