Bericht zum Schulkino-Ausflug des S1 PGW-Profils

Am 20.11.2018 waren wir im Kino und haben Fatih Akins Film „Aus dem Nichts“ zu den NSU-Morden angeschaut.

Der Film handelt von einer Frau, die durch einen Bombenanschlag ihren Mann und ihren Sohn verliert. Anfangs geht die Polizei davon aus, dass der Täter aus dem Umfeld ihres Mannes kommt, da dieser ein ehemaliger Drogenhändler war und ausländischer Herkunft. Dies erweist sich jedoch als falsch und es wird ein Nazi-Ehepaar als Täter ausfindig gemacht – anders als in der Realität, denn da hat man lange Zeit, unterstützt von der Presse und entsprechenden Vorurteilen, die Familien der Opfer verdächtigt und erst 10 Jahre später die neonazistischen Hintergründe dieser Mordserien verfolgt. In Fatih Akins Film wird das Nazi-Paar aufgrund mangelnder Beweislage dann freigesprochen und reist nach Griechenland, wo es von der Frau des Opfers ausfindig gemacht wird und die sich am Ende durch dieselbe Art von Bombe mit den beiden in die Luft sprengt.

Bewertung:

Der Film kam bei uns im Profil überwiegend positiv an. Der Film wird als zutiefst persönlich und wütend machend beschrieben und er hinterließ bei den meisten einen bleibenden Eindruck, der auch durch das tragische Ende entstand. Wie es Fatih Akin aber in der Abweichung zur Realität gerade gelungen ist, die Vorurteile bei Polizei, Presse und Bevölkerung und den unfairen Umgang mit den Opferfamilien zu verdeutlichen, war schon beeindruckend.

Timon Buß/ Florian Pape für das PGW-Profil-S1 (Bec)