Studienfahrt des Reli-PGW-Profils nach Andalusien (9. – 14.10.2017)

Für unser Profil ging es vom 9. bis zum 14.10.2017 auf Studienfahrt nach Andalusien. Wir flogen am Montag gegen 11 Uhr vormittags vom Flughafen Hamburg los und landeten  gegen 14 Uhr in Málaga. Mit der S-Bahn fuhren wir dann (Fahrtzeit 10 Minuten) vom Flughafen in die nahe gelegene Stadt Torremolinos und gingen zu unserem Hotel, ein wunderschönes 3-Sterne-Hotel, welches nur 5 Minuten vom Mittelmeer entfernt liegt. Da wir nach unserer Ankunft Freizeit hatten, begaben wir uns alle zuerst zum Strand und genossen das schöne Wetter, das die ganze Woche über anhielt. Am Abend erkundeten wir dann die schöne Stadt Torremolinos.

Am nächsten Tag (Dienstag, 10.10.) fuhren wir mit dem Bus nach Ronda und besichtigten die schöne Altstadt. Das Beeindruckendste an Ronda ist, dass die Stadt auf einem Felsplateau liegt. Die Puente Nuevo (Neue Brücke) verbindet die Altstadt mit der Neustadt und überquert dabei die tiefe Schlucht „Tajo de Ronda“. Wenn man auf die Schlucht herunter schaut, hat man einen wahnsinnigen Ausblick auf die Häuser, die direkt am Abgrund gebaut wurden. Nach unserer Rückkehr am späten Nachmittag haben wir den restlichen Tag in Torremolinos ausklingen lassen.

Am dritten Tag der Studienfahrt (Mittwoch, 11.10.) fuhren wir mit einer netten Reiseführerin namens Birgit, einer Deutschen, die schon seit ihrer Geburt in Málaga lebt, nach Granada, um die Alhambra, eine Stadtburg, die auf dem Sabikah-Hügel liegt, zu besichtigen. Im Bus gab Birgit uns spannende Informationen über die Geschichte Spaniens, z.B. dass wenn ein Städtename mit „Al-“ beginnt, der Name arabischen Ursprungs ist, wie bei der „Alhambra“. Zur der Festungsanlage der Alhambra, welche seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe ist, gehören neben der Festungsmauer die Zitadelle (Alcazaba), die Nasridenpaläste (Palacios Nazaries), der Palast Karls des Fünften, der Generalife (Sommerpalast und Landsitz der Nasriden-Sultane von Granada) außerhalb der Festungsmauern, sowie weitere Gebäude, z. B. Kirchen und Klöster. Die Alhambra  spiegelt auch die Islamische Kunst wider, denn ihr heutiges Aussehen erhielt Sie zum Großteil erst im 13. Jahrhundert unter dem damaligen Emir Muhammad ibn Yusuf ibn Nasr. In Granada angekommen, gingen wir zunächst zum Palacio de Carlos V (Palast Karls des Fünften) und besichtigten den Innenhof des Palastes, welcher sehr schön ist. Kaiser Karl hatte diesen Palast 1527 in Auftrag gegeben, doch der Palast wurde nie fertig gestellt und Karl hat auch nie in dem Palast gelebt. Nach dem Alhambra-Rundgang gingen wir ins Zentrum Granadas hinunter und hatten dann Freizeit und konnten selbstständig die Innenstadt erkunden. Danach stiegen wir auf den Albaicín-Hügel gegenüber der Alhambra hinauf. Um dorthin zu kommen, mussten wir einen langen ansteigenden Weg auf uns nehmen, doch der Weg hat sich definitiv gelohnt, denn der Blick auf die Alhambra ist wunderschön und absolut sehenswürdig. Vom Hügel aus hatten wir außerdem einen tollen Blick über die ganze Stadt und über die Flussaue Granadas. Nach der tollen Besichtigung Granadas mit unserer netten Reiseführerin Birgit fuhren wir wieder mit dem Bus zurück zum Hotel und ließen den Abend in Torremolinos ausklingen.

Am nächsten Tag (Donnerstag, 12.10.) fuhren wir mit dem Bus nach Córdoba und besuchten die Mezquita-Catedral (Moschee-Kathedrale). Hier hatten wir zunächst Freizeit, um die Stadt zu besichtigen, welche genau so schön ist wie Granada. Danach ging es gemeinsam zur Mezquita-Catedral, heute eine römisch-katholische Kathedrale, welche in der Epoche des maurischen Spaniens eine Zeitlang sogar die größte Moschee der Welt war. Mezquita bedeutet im Deutschen nämlich Moschee. Des Weiteren gehört die Kathedrale auch heute noch zu den größten ehemaligen Moscheebauten weltweit und ist ebenfalls seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe. Genau wie bei der Alhambra hatten wir auch hier in Córdoba eine nette Dame, Maria, die bis zu ihrem vierzehnten Jahr in Hamburg aufgewachsen ist. Sie führte uns durch die Mezquita-Catedral und anschließend durch das ehemalige jüdische Viertel. Die Mezquita-Catedral (179 m lang und 134 m breit) ist ein wunderschönes Gebäude – sowohl von innen als auch von außen -, welches zwei große Weltreligionen wunderschön miteinander verbindet. Es waren Besucher aus aller Welt da und wir bekamen vorab Kopfhörer, denn nur so konnte man Maria, die uns alles erklärte und zeigte, auch richtig verstehen. In der ehemaligen Moschee findet man viele Gebetsnischen (Mihrāb). Des Weiteren gibt es in der Kathedrale eine beeindruckende Schatzkammer und eine riesige Orgel. Hauptmerkmal der Mezquita-Catedral sind aber die 856 Säulen, die die gesamte Halle schmücken. Der Bau der Moschee begann 784 durch die damaligen arabischen Herrscher und die Moschee wurde im 13. Jahrhundert nach der Rückeroberung der Stadt durch die Christen in eine Kirche umgewandelt. Die Mezquita-Catedral ist ein wunderschöner Ort, welchen man mit eigenen Augen gesehen haben muss und dessen Besichtigung auf jeden Fall weiterzuempfehlen ist. Im Laufe der anschließenden Besichtigung des ehemaligen jüdischen Viertels führte Maria uns auch in einen tollen Innenhof mit Orangenbäumen, Palmen und Brunnen und in eine Gasse mit voll geschmückten Blumen an den Hauswänden. Zum Ende des Rundgangs führte sie uns dann an einen Platz, wo eine Büste stand und erzählte uns, dass das der berühmte arabische Augenarzt Mohammed al-Gafequi war, der sich mit der Augenheilkunde befasste und auf den sich das Wort „Gafas“, welches auf spanisch „Brille“ bedeutet,  zurückführen lässt. Nach der beeindruckenden Besichtigung fuhren wir wieder mit dem Bus zurück ins Hotel.

Am vorletzten Tag (Freitag, 13.10.) sind wir mit der S-Bahn von Torremolinos nach Málaga gefahren (ca. 20 Minuten) und konnten eigenständig die Stadt erkunden. Málaga ist eine sehr tolle Stadt mit einer belebten Innenstadt und tollen Einkaufsmöglichkeiten, welche wir auch genutzt haben. Auch Málaga hat touristisch viel zu bieten, z.B. die Alcazaba (maurische Palastanlage), eine Stierkampfarena, ein altes Amphitheater und natürlich das Picasso-Museum, das es erst seit 2003 hier in Picassos Geburtsstadt gibt. Nachdem wir zurück zum Hotel gefahren waren, haben die meisten von uns den Tag am Pool im Hotel ausklingen lassen und/oder sind abends an der nahe gelegenen schönen Strandpromenade (ohne Autoverkehr) etwas essen gegangen.

Am sechsten und letzten Tag (Samstag, 14.10.) mussten wir bereits sehr früh aufstehen, da unser Bus uns um 5:30 Uhr abholte, um uns zum Flughafen zu fahren, da unser Flug bereits um 8 Uhr in der Früh los flog. Gegen 11:30 Uhr sind wir dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge heil wieder in Hamburg angekommen. Im Großen und Ganzen hatten wir eine sehr tolle Studienfahrt, mit tollen Ausflügen und Erlebnissen, an welche wir noch lange zurückdenken werden.

Daisy Zenefels
(S3-Schülerin des Religionsprofils der Lessing-STS)