„Selbstinszenierung“ im Thalia Gaußstraße

In seiner gestrigen Performance (07.02.2018) im Thalia Gaußstraße widmete sich der Theater-Kurs unter der Leitung von Frau Volkening den sozialen Medien. Die extreme Selbstdarstellung Einzelner und das damit entstehende Bild verzerren jedoch die Realität. Das Spielen einer Rolle, sowohl in der echten als auch in der virtuellen Welt, trägt stark dazu bei, dass Fassade mehr zählt als das wahre Selbst – bis hin zum völligen Verlust der eigenen Identität. Wir werden immer abhängiger von Likes oder Kommentaren unter unseren Bildern.

Performer: Ali, Anna, Aydan, Can, Dilara, Eunice, Jacob, Leona, Pascaline
Coach: Branko Simic ( Regisseur)

Branko Simic studierte Schauspiel in Sarajevo und Regie in Hamburg. Seine Arbeiten wurden auf Kampnagel, bei den Wiener Festwochen, am Stadttheater Würzburg, am Theater Tuzla, am Schauspielhaus Dresden und am Nationaltheater Sarajevo gezeigt. Er ist künstlerischer Leiter und Kurator von KRASS Kultur Crash Festival auf Kampnagel und realisierte das dokumentarische Theaterprojekt „Srebrenica – I counted my remining life in Seconds …“ im Thalia Gaußstraße.

Was ist Performance?
Performance kann auf der Bühne stattfinden und prinzipiell auch überall, zu jeder Zeit und ohne zeitliche Begrenzung. Wichtig sind: Zeit, Raum, der Körper des Künstlers und eine Beziehung zwischen dem Künstler und dem Zuschauer. Es gibt Performances, die einem genauen Plan folgen und offene künstlerische Versuchsanordnungen ohne genaues Ablaufkonzept.

Wir gratulieren Anna Bolgow aus dem S4-Theater-Kurs zu einem der drei Darsteller-Preise des Unart Festivals! Wir sind sehr stolz auf Anna und auf den gesamten Kurs, da wir es geschafft haben, im Finale im Thalia in der Gaußstraße dabei gewesen und von 17 Gruppen ausgewählt worden zu sein.

Im Folgenden Bild-Impressionen vom gestrigen Abend:

Fotos: Herr Trautsch (Lehrkraft, Öffentlichkeitsarbeit)