Sprachförderung

Die Menschen werden weit mehr von der Sprache gebildet als die Sprache von den Menschen.

Johann Wolfgang Goethe

Die Sprachförderung ist eine der zentralen Aufgaben unserer Schule!

Sprache ist die Tür des Menschen zur Erschließung der Welt und die Tür der Welt zum Menschen, sie lässt das miteinander erblühen.

Zwei ausgebildete Sprachlernkoordinatorinnen (SLK) koordinieren, organisieren, beraten, evaluieren und dokumentieren in der Mittel- und in der Oberstufe die Sprachförderarbeit und arbeiten konzeptionell. Frau Liermann ist Ansprechpartnerin für die Mittelstufe, Frau Beckert ist für die Oberstufe zuständig.

Welche Ziele haben wir?

Unser Hauptanliegen ist es, alle Schülerinnen und Schüler individuell und durchgängig, d.h. solange es erforderlich ist, intensiv zu fördern und bei der Vervollkommnung sprachlicher Fähigkeiten zu unterstützen.
Sprachliche Probleme sollen soweit behoben werden, dass der zweite Bildungsabschluss (Realschulabschluss) und/oder der dritte Bildungsabschluss (Abitur) ohne sprachliche Nachteile abgelegt werden können.

Was ist additive Sprachförderung und wie lange dauert die Sprachförderung?

Wenn ein Kind einen durch unsere Diagnoseverfahren (Tests) ausgewiesenen Förderbedarf hat, wird es, zusätzlich zum Unterricht, in den Jahrgängen 5 – 8 in Kleingruppen entsprechend individuell gefördert. In den Jahrgängen 8 bis 10 findet die Sprachförderung zum Teil in Wahlpflichtkursen statt (Hörbuchprojekt) oder als Prüfungsvorbereitungskurse oder in einer Beratungssprechstunde. In der Regel dauert die additive Förderung 1- 3 Jahre.

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Was ist integrative Sprachförderung?

Integrative Sprachförderung findet im Anschluss an die additive Sprachförderung in jedem Fachunterricht in allen Jahrgängen statt und zeichnet sich im Wesentlichen durch Sprachsensibilität aus. Unser Kollegium ist sich einig darin, dass diese im Hinblick auf unsere Ziele (s.o.), weiter entwickelt werden muss. Wir arbeiten kontinuierlich daran, das Vorgehen aller Kolleginnen und Kollegen bei der Sprachförderung unserer Schülerinnen und Schüler durch Fortbildungen und Konferenzbeschlüsse zu systematisieren und zu einheitlichen Arbeitsweisen zu gelangen.

Wie arbeiten wir in der Mittelstufe?

Zu Beginn eines neuen Schuljahres ermitteln wir in enger Zusammenarbeit mit den Klassen- und Deutschlehrkräften den Förderbedarf eines Kindes. Dabei erhalten wir Rückmeldungen Kinder verklüber das Text- und Leseverständnis, den Wortschatz, über Satzbau/ Grammatikkenntnisse und die Rechtschreibung eines Kindes.

Jeder Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 wird am Anfang getestet und entsprechend dem Ergebnis in eine additive Fördergruppe eingeteilt, die aus 5 bis 10 Schülerinnen und Schüler besteht.
Es werden individuelle Förderpläne für jedes Kind in Absprache mit der SLK, den Deutsch – bzw. Förderlehrern erstellt. Die entsprechenden Förderlehrer und -lehrerinnen halten regelmäßige Fallkonferenzen ab und besprechen auftretende Probleme sowie den Verbleib der Schülerinnen und Schüler in einer Fördergruppe.

Am Ende eines Schuljahres wird erneut getestet und auf Grund der Ergebnisse entschieden, ob weiter gefördert werden soll.

Wie arbeiten wir in der Oberstufe?

Die in der Mittelstufe begonnene Sprachförderung wird in der Oberstufe fortgesetzt. In der Vorstufe werden die sprachlichen Probleme der Schülerinnen und Schüler über einen Test diagnostiziert und Fördermaßnahmen angeboten. Es gibt eine regelmäßige Klausursprechstunde für alle Schülerinnen und Schüler der Vor- und Studienstufe, die Bedarf an Förderung haben. Hier werden die individuellen sprachlichen Probleme ebenfalls diagnostiziert und entsprechendes Übungsmaterial wird bereitgestellt. Außerdem tritt die SLK mit allen Fachkollegen des jeweiligen Schülers/der jeweiligen Schülerin in Kontakt, damit er/sie integrativ im Fachunterricht gefördert werden kann.

Darüber hinaus wird der Kontakt mit außerschulischen Institutionen, wie dem Interkulturellen Schülerseminar der Universität Hamburg, hergestellt und gepflegt, sodass in Kürze an der Schule sprachsensible Förderung von Schülerinnen und Schüler der Studienstufe durch dafür ausgebildete Studenten und Studentinnen stattfinden wird.

Alternativ werden spezielle Sprachfördermodule für Schülerinnen und Schüler der Studienstufe angeboten. Hierbei geht es nicht primär um Übungen, sondern um generelle Hilfen für die eigenständige Vervollkommnung sprachlicher Fähigkeiten, um das prinzipielle Know-How von Spracharbeit. Die Module orientieren sich Bedarf der Schülerinnen und Schüler sowie an den spezifischen sprachlichen Anforderungen im Hinblick auf das Abitur, etwa Textverstehen und Textproduktion.

Elternarbeit

Eltern werden durch die Klassenlehrerinnen bzw. –lehrer informiert, wenn bei ihrem Kind ein individueller Sprachförderbedarf festgestellt wurde.

Auf dem ersten Elternabend stellt die Klassenlehrkraft unser schulisches Sprachförderkonzept vor.
Nach Wunsch ist auch die SLK anwesend und Eltern haben die Möglichkeit, nachzufragen.
Eltern können sich, nach Absprache, persönlich durch die SLK beraten lassen.

 

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