Streiflicht TUSCH 2

Tusch ist in der Schule gelandet

Das von SchülerInnen im Malersaal des Thalias gestaltete TUSCH-Banner hängt nun im Schul-Foyer. Alle Klassen der Schule  wurden mit Theaterüberfällen und kurzen Performances – das Spektrum reichte von Bühnenkampf bis hin zu Notfallevakuierungen in weißen Schutzanzügen. So wurden allen auf unterhaltsame und spielerische Weise Informationen über das Thalia Theater vermittelt.

Der Theaterkurs der S3 hat auf  Grundlage von lyrischen Texten aus unterschiedlichen Epochen eine Szenencollage zum Thema „Heimat“ entwickelt. Dabei spielen Lokalpatriotismus, Identitätskrise, Fern- und Heimweh, das Leben in und das Stehen zwischen zwei Kulturen ebenso eine Rolle wie das Einarbeiten eigener biografischer Erfahrungen und Erlebnisse. Die Arbeit am Projekt wird von Regisseur Helge Schmidt begleitet, der federführend das dramaturgische Konzept „Spielen an besonderen Schul-Orten“ mit den Lehrerinnen gestaltet. Weiter ging es im Workshop mit Theaterpädagogin Teresa Rosenkranz zum Thema „Wut“ entwickelt werden. Hier wurden Gründe für das Entstehen von Wut und der Ausdruck dieser starken Emotion untersucht.  Chorisches Sprechen mit Texten aus „Wut“ von Elfriede Jelinek rundete den Workshop ab. Als Teil des Projektes
arbeitet auch das Kunstprofil der S1 parallel an verschiedenen Ausdrucksformen zum Thema „Fremdheit“.

LessingTage –Aktionen

Am 16.12. kamen Kulturpädagogin Nele Mallasch und Filmer Severin Renke in den S1 Philosophiekurs von Irene Kähm um Schülerstatements zum Video-Interview Projekt –„Welche Veränderungen braucht Religion?“ zu sammeln.  Die Schüler äußerten Meinungen zur Frage, ob Religion überhaupt reformierbar sei und eine Veränderung brauche. Das Spektrum reichte von: „Religion ist gut, so wie sie ist, sie spendet Geborgenheit und Hoffnung und sollte so bleiben.“ bis hin zu „ Religion lässt sich mit Kants Gedanke der Aufklärung, selbst zu denken, nicht vereinbaren. Der Film, der in Zusammenarbeit mit sieben weiteren Schulen entstand, wurde am 31.1.17 im Ballsaal im Thalia Gaußstraße öffentlich gezeigt.
Außerdem nahm  der Theater VS Kurs von Irene Kähm am Projekt für Schülergruppen zur Langen Nacht der Weltreligionen teil.  Mit Theaterpädagogin Mia Panther entstanden Performances,  zum Thema  „Reformation und Rebellion“. Hier fanden im Dezember und Januar zwei Workshops statt. Teile der Performances und Szenen wurden gefilmt und bei der Langen Nacht der Weltreligionen im Foyer des Thalias präsentiert. Hier performten die Schüler auch Live und überraschten damit die Theaterbesucher.
Nahezu 150 SchülerInnen nahmen auch an der Schülerkunstaktion zu den LessingTagen „95 mal X Thesen zu Glauben und Religion“ teil. Mehrere Kurse kamen am 27.1. auf dem Gerhardt-Hauptmann-Platz zusammen schlugen ihre auf Holztafeln formulierten Gedanken und Ideen zur Veränderung von Religion gemeinsam an die großen Holztüren, nachempfunden der Tür der Schlosskirche in der Lutherstadt Wittenberg und waren ein Teil der Gäste der offiziellen Eröffnung der LessingTage mit Intendant Joachim Lux.
Ein weiteres Highlight war der Workshop mit Choreografin Dorothea Ratzel  im S1 Kurs von Irene Kähm zum Thema Hafen. In diesem Projekt geht es um einen Schiffbruch mit  entsetzlichen Folgen. Dorothea Ratzel unterstützte die SchülerInnen in ihrer körperlichen Darstellung von  psychischen Prozessen bei Konflikten.. Die Schüler waren begeistert und die Arbeit am Stück kam ein gewaltiges Stück voran, wobei jede Minute sehr viel Spaß machte.