Klangradar 3000

Auftritt auf Kampnagel

 

Der Musikkurs 12 präsentierte seine Komposition „679 Scherben“ in der Kulturfabrik Kampnagel

 

Der vierstündige Musikkurs des 12. Jahrgangs wurde ausgewählt, am Kompositionsprojekt „Klangradar 3000 – Reise 21“ teilzunehmen, welches vom Landesmusikrat Hamburg und der Elbphilharmonie gemeinsam veranstaltet wurde. Im Zentrum des Projektes stand der Prozess der Erstellung einer eigenen Komposition zu dem Motto „Spieglein, Spieglein an der Wand“. Dies geschah mit der Unterstützung eines professionellen Komponisten. „Unser“ Komponist war Benjamin Helmer, der bereits den Förderpreis Deutscher Musikhochschulen erhalten hatte und Dozent an der Hamburger Hochschule für Musik ist. Die entstandene Komposition „679 Scherben“ wurde am 21.11. in der Kulturfabrik Kampnagel im Rahmen des Festivals für zeitgenössische Musik aufgeführt. 

 

Der Musikkurs schrieb zu seiner Komposition „679 Scherben“ im Programmheft des Festivals:

„Auf der Suche nach ungewohnten Klängen, galt es zunächst ein paar Fragen zu stellen: Welche Klänge sind nach eigener Erfahrung gewöhnlich? Welche Klänge mag ich überhaupt? Und wie ist es möglich, beides zu verbinden und darüber hinaus Musik mit ungewöhnlichen Klängen zu schaffen? Wir schauten also in einen musikalischen Spiegel – diesen galt es dann zu zerschlagen und wieder neu zusammen zu setzen. Heraus gekommen sind die „679 Scherben“ (in Anlehnung an einen bekannten Song, der versteckt verarbeitet wird), die in der fertigen Komposition einen neuen Spiegel darstellen und immer auch abseits der Musik mit der Frage verbunden sind: Was sehe ich eigentlich, wenn ich selbst in den Spiegel schaue?“

 

Die Aufführung war ein voller Erfolg. Der Saal 2 auf Kampnagel war bis auf den letzten Platz gefüllt. Zwei Schüler haben im Probentagebuch zum Projekt ihre Empfindungen während des Konzerts beschrieben:

Beim Auftritt war gefühlt alles in Sekunden vorbei. Wir standen auf der Bühne, geblendet von Scheinwerfern, spielten unser Stück und ernteten den Applaus, den wir uns nach wochenlanger Arbeit verdient hatten. Das Licht auf der Bühne isolierte uns von allen anderen und stellte uns in den Mittelpunkt. Eine komplett andere Art von Empfindung war zu spüren. Nach der Vorstellung fiel jedem ein Stein vom Herzen. Wir waren stolz. Die Kursmitglieder, der Lehrer und der Komponist hatten eine tolle Leistung gezeigt. Nach dem Konzert ging nun jeder  mit dem Gefühl nach Hause, etwas erreicht zu haben: Wir hatten unsere Komposition „679 Scherben“ erfolgreich vorgeführt.“ (Serhat)

„Erst einmal war es aufregend, Musikgruppen aus verschiedenen Schulen zu treffen. Während der Probe haben wir uns die selbst komponierten Stücke der verschiedenen Musikklassen angehört. Es war cool zu sehen, wie vielfältig die Ideen waren. Während des Konzerts war ich total nervös, weil es doch etwas anderes ist, wenn man vor einem so großem Publikum spielt, aber jeder hat seinen Part gut und konzentriert gespielt. Deshalb kann ich letztlich sagen, dass dieses Konzert meiner Meinung nach sehr gut gelungen war. Es war eine gute Erfahrung, so eine Aufführung mit ungewohnten Klängen zu machen. (Hakim)

Text: Martin Gunst

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