Ein Einblick in die Weltreligionen

Am 02.02.2017 besuchten wir als S1-Kurs mit Religion als Profil gebendem Fach das Thalia-Theater, welches jährlich das Programm „ Die Lange Nacht der Weltreligionen“ als eine Expedition in die vielfältigen Schriften und Besonderheiten der großen Weltanschauungen bietet. Das Programm wurde dieses  Mal von den Themen „Reformation und Rebellion“ geleitet. Die Vorstellung setzte  sich aus drei Abschnitten zusammen. Im ersten Teil präsentierten die Schauspieler/innen Verse aus Heiligen Schriftstücken einiger Religionen, u.a. Christentum, Judentum, Alevitentum und Islam. Dies wurde von den Schauspielern musikalisch, als auch choreographisch dargestellt. Zwischendurch wurden kurze Interviews gezeigt, die u.a. mit Theolog/inn/en geführt wurden. Danach fand eine Diskussionsrunde mit dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße (Katholische Kirche) und der Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs (Evangelische Kirche) statt, welche von der muslimischen Schriftstellerin Hilal Sezgin moderiert wurde. Sie äußerten Ihre Meinung zu den Fragen des Abends: Was ist Rebellion/Reformation? Auch waren sie sich am Ende einig, dass es Hoffnung gebe, die Evangelische und Katholische Kirche vereinen zu können.

Nach einer zwanzigminütigen Pause durften wir uns zwischen sechs verschiedenen Räumen des Theaters entscheiden, wo verschiedene Programme angeboten worden. Das Interessanteste für uns war die von einer Religionswissenschaftlerin geleiteten Diskussionsrunde auf der Bühne des Thalia-Theaters, die von fünf Vertreter/inne/n aus verschiedenen Religionen (Christentum, Judentum, Alevitentum, Islam, Baha’i) geführt wurde. Dabei wurde kritisiert, dass es in allen Religionen Anhänger gibt, die glauben, ihre Religion sei die einzig wahre. Die Runde war sich darin einig, dass jede Frage erlaubt sein müsse und dass Gewalt keine religiöse Legitimation habe. Unter anderem beschäftigten sie sich mit der Frage, ob es etwas gebe, gegen das man nicht rebellieren könnte. Sie beantworteten die Frage dahingehend, dass die Menschenrechte unantastbar seien sowie der Kern der Religion (z.B. Freiheit,  Barmherzigkeit, Gerechtigkeit) nicht angetastet werden dürfte.

Im Anschluss versammelten sich alle wieder in dem großen Theaterraum und die Vorstellung endete am späten Abend. Wir äußerten uns positiv zum Besuch im Thalia-Theater, weil uns das Angebot mit den verschiedenen Programmen gefiel und die Gesprächsthemen aktuell waren. Auch haben wir erfreulich angemerkt, dass wir die Möglichkeit hatten, einen Dialog anzugehen und unsere Fragen bezüglich der Themen zu stellen. Zudem fänden wir es toll, wenn im nächsten Programm wie in den letzten Jahren wieder stärker andere Religionen integriert werden würden, auch solche, die bisher nicht erwähnt wurden.