Besuch des Museums der Arbeit

Am 16. Februar 2017 besuchte der S2-Kurs Geschichte von Frau Reymers das Museum der Arbeit in Barmbek. Dabei erhielten wir durch den Museumspädagogen Jens Germerdonk einen spannenden Einblick in die Rolle Hamburgs während der Industrialisierung. Herr Germerdonk zeigte uns auch den Außenbereich des Museums, das ehemalige Fabrikgelände der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (kurz: NYH). Dank Herrn Fey-Obersteller, der uns mit der Kamera begleitete, sind viele tolle Aufnahmen entstanden!

Schon vor dem Besuch hatten wir uns mit dem Museum der Arbeit beschäftigt und dabei herausgefunden, dass es einen engen Bezug zu Harburg besitzt: Wie bereits erwähnt, ist das Museum im ehemaligen Fabrikgebäude der NYH angesiedelt – und die NYH besaß nicht nur in Barmbek, sondern auch in der Nartenstraße in Harburg einen wichtigen Produktionsstandort. Bis 2009 wurden im Harburger Hafen Kämme aus Hartgummi hergestellt, bis die Firma in moderne Produktionsanlagen nach Lüneburg umzog. Bis heute ist die Firma vielen Harburgern als „Gummikamp“ bzw. „Gummikamm-Fabrik“ in Erinnerung geblieben.
Im Rahmen des Semesterthemas „Industrialisierung“ beschäftigen wir uns nun in einem Unterrichtsprojekt mit der Geschichte der Harburger Traditionsfirma. Bei der Recherche unterstützte uns auch Jürgen Kinter vom Medienpädagogik Zentrum Hamburg (MPZ), der über viele Jahre Filme über die Arbeitsbedingungen in der NYH produzierte. Herr Kinter stellte uns eine große Auswahl an Filmmaterial zur Verfügung, wofür wir ihm herzlich danken! Inspiriert durch die Filme und den Museumsbesuch erstellen wir nun in Kleingruppen eigene Ausstellungen zur Geschichte der NYH und ihrer Bedeutung für die Industrialisierung. Die Ergebnisse werden nach den Märzferien in der Schule zu sehen sein.